19. März 2020 | PRESSEMITTEILUNG

Prominente unterstützen neue SOS-Kampagne #schaunichtweg

Jochen Schropp, Oliver Mommsen und Verena Wriedt machen sich für Kinder stark

München – Sie werden geschlagen, missbraucht, vernachlässigt und vertrieben – 220 Millionen Kinder weltweit wachsen ohne ausreichende elterliche Fürsorge auf. Das ist jedes zehnte Kind. Diese traurige Tatsache hat die Schauspieler und Moderatoren Jochen Schropp, Oliver Mommsen und Verena Wriedt sehr berührt. Deshalb machen sie auf diesen Missstand aufmerksam und haben gemeinsam mit der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer die neue Kampagne #schaunichtweg gestartet.

"Jungen und Mädchen, die keine Familie haben oder Gefahr laufen, diese aufgrund von extremer Armut, Krieg, Katastrophen und Flucht zu verlieren, zählen zu den am stärksten bedrohten Bevölkerungsgruppen überhaupt. Ohne Eltern haben sie niemanden, der sich um sie kümmert. Sie gehen nicht zur Schule und müssen arbeiten, um nicht zu verhungern. Sie werden ausgebeutet, geschlagen, missbraucht", sagt Jochen Schropp.

Und lädt alle dazu ein, Teil der Kampagne zu werden: "Diese Kinder brauchen unsere Hilfe, damit sie in Geborgenheit aufwachsen können. Wir wollen, dass sie mehr Aufmerksamkeit bekommen. Setz ein Zeichen und teil das Hashtag #schaunichtweg auf deinen Social-Media-Kanälen. "Je mehr Menschen wir erreichen, desto mehr Kindern können wir helfen!"

Wolltest Du nicht auch schon mal unsichtbar sein? Bestimmt! Doch was, wenn Du wirklich unsichtbar bist, vergessen, vernachlässigt? Herzstück der Kampagne sind mehrere emotionale Online-Spots. Sie thematisieren auf einfühlsame Weise das millionenfache Leid von Kindern weltweit, die ohne den Schutz und die Geborgenheit einer Familie aufwachsen.

Die von den SOS-Kinderdörfern zur Kampagne veröffentlichten Zahlen offenbaren Dramatisches:

Misshandelt:

Eine Milliarde Kinder weltweit im Alter zwischen zwei und 17 Jahren sind physischer, sexueller und emotionaler Gewalt ausgesetzt. Rund 250 Millionen werden körperlich bestraft, viele davon schwer. "Gewalt gegen Kinder ist ein globales Problem, das bei den betroffenen Jungen und Mädchen immense Schäden hinterlässt", sagt Wilfried Vyslozil, Chef der SOS-Kinderdörfer weltweit. "Kinder, die Gewalt erleben, leiden ein Leben lang darunter."

Ausgebeutet:

Kinderarbeit zerstört Kinderleben. Dennoch werden immer noch 152 Millionen Kinder weltweit gezwungen zu arbeiten. "Diese Jungen und Mädchen müssen tagtäglich unter Bedingungen arbeiten, die sie ihrer grundlegenden Rechte und Entwicklungschancen berauben", sagt Vyslozil. 73 Millionen von ihnen müssen gar Arbeiten verrichten, die extrem gefährlich oder ausbeuterisch sind: zum Beispiel in Goldminen, als Textil- oder Feldarbeiter. Etwa die Hälfte der Kinderarbeiter ist jünger als zwö Jahre. Die meisten Kinderarbeiter leben in Afrika (72 Millionen), gefolgt von Asien (62 Millionen). Eine besonders schwere Verletzung der Kinderrechte stellt die Zwangsrekrutierung von Kindern durch Streitkräfte oder bewaffnete Gruppen dar. Betroffen sind aktuell 250.000 Kinder weltweit.

Vernachlässigt:

Rund 385 Millionen Kinder weltweit wachsen in extremer Armut auf. Das heißt, sie leben in einem Haushalt, der im Schnitt nicht mehr als 1,90 US-Dollar pro Person und Tag zur Verfügung hat. Erwachsene in Entwicklungsländern sind nur halb so oft von extremer Armut betroffen. "Es sind die Schwächsten, die Armut am härtesten trifft", sagt Vyslozil. Das bezieht sich auch auf die Bereiche Ernährung, Gesundheit und Bildung: Rund 200 Millionen Kinder weltweit leiden unter Mangelernährung, 5,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich an zumeist vermeidbaren Krankheiten und 263 Millionen Kinder haben keinen Zugang zu einer adäquaten Bildung. "Die Diskrepanz zwischen den Ansprüchen der UN-Kinderrechtskonvention und deren Verwirklichung ist erschreckend“, sagt Vyslozil. "Das ist ein Armutszeugnis für unsere Welt!"

Vertrieben:

Fast 50 Millionen Kinder weltweit sind auf der Flucht - mehr als 30.000 von ihnen vor Krieg und Gewalt. "Unterwegs werden ihre Rechte mit Füßen getreten", sagt Vyslozil. Flüchtlingskinder liefen nicht nur Gefahr, auf See zu ertrinken, an Hunger und Durst zu sterben, häufig würden sie auch Opfer von Menschenhandel, Entführung, sexueller Gewalt oder würden unrechtmäßig inhaftiert.

Vergessen:

520 Millionen Kinder weltweit werden nicht einmal von offiziellen Statistiken erfasst. "Hilfe und Unterstützung kann aber nur dann erfolgen, wenn Missstände bekannt sind", sagt Vyslozil. „Besonderes Augenmerk muss der Situation derjenigen Kinder gelten, die oft ausgeschlossen werden und gesellschaftlich diskriminiert sind. Dazu gehören Kinder ohne elterliche Betreuung, Kinder mit Behinderungen und geflüchtete Kinder."

 

Mehr Infos zur Kampagne unter:

https://www.sos-kinderdoerfer.de/schaunichtweg

 

 

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