Die Wirkung unserer Arbeit

Hilfe ist wirksam – nachweislich

Wie wirksam ist Hilfe? Wir wollten es genau wissen und haben die langfristige Wirkung unserer Arbeit und deren sozialen Impact untersucht.

Hilfe, die Kreise zieht

Wir helfen Kindern in Not, ihr Leben später selbst in die Hand zu nehmen. Foto: Laurence Willot

Wir fördern Kinder ganzheitlich in ihren individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Eine fürsorgliche Familie schafft die Rahmenbedingungen für Lernen und Entwicklung. Dank Bildung, medizinischer Versorgung und psychologischer Betreuung können die von uns betreuten Kinder zu engagierten und tatkräftigen Persönlichkeiten heranwachsen.  Wir befähigen Kinder und Familien in Not, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen – und das können wir auch belegen.

Mehrwert für die Gesellschaft

Gemeinsam mit der unabhängigen Unternehmensberatung Boston Consulting Group haben wir ein Social Impact Assessment entwickelt  und Programme der SOS-Kinderdörfer an verschiedenen Standorten auf ihre langfristige Wirksamkeit geprüft. Dabei untersuchen wir die ökonomisch-monetäre Wirkung und den sozialen Mehrwert unserer Arbeit.

 

Das Ergebnis unserer Wirksamkeitsstudie: Insgesamt erreichen die untersuchten Programme der SOS-Kinderdörfer eine Kosten-Nutzen-Relation von 1:5. Das heißt:

Für jeden gespendeten Euro schaffen wir in den Gemeinden vor Ort einen sozialen Mehrwert von 5 Euro. In Afrika, wo die Armut besonders groß ist, sind es sogar 14 Euro.

Denn Bildung und Hilfe zur Selbsthilfe sind im Kampf gegen extreme Armut besonders wirksam: Eine Ausbildung zur Schneiderin und ein Mikrokredit für eine Nähmaschine, Saatgut und eine Wasserpumpe – oft braucht es nicht viel, damit eine Familie sich aus ihrer Notlage befreien kann.

Mit jedem Kind, das wir in ein besseres Leben begleiten, erreichen wir zehn weitere Menschen.

Wie ermitteln wir die Wirkung unserer Arbeit?

Wir befragen junge Menschen, die in SOS-Kinderdorf-Familien aufgewachsen sind oder die wir zuvor mit ihren Eltern durch unsere Familienhilfe unterstützt haben: Haben sie aufgrund ihrer Ausbildung Arbeit gefunden und können sie einen angemessenen Lebensunterhalt bestreiten? Wie ist ihre Wohnsituation, Ernährungssicherheit und Gesundheit? Kümmern sich junge Mütter und Väter gut um ihre Kinder und können sie ihnen eine Perspektive bieten? Sind sie sozial integriert?

Deshalb wissen wir: Die meisten der Befragten haben ein gutes Einkommen, können ihre Familien ernähren und werden zu aktiven Mitgliedern ihrer Communities. So geben sie in ihrem Umfeld etwas zurück von der Unterstützung, die sie erhalten haben.

Bessere Einkommen für ein Leben in Selbstbestimmung

Bildung, Ausbildung und Hilfe zur Selbsthilfe zahlen sich aus: Denn die meisten der jungen Erwachsenen und Eltern, die wir zuvor unterstützt haben, erzielen ein überdurchschnittliches Einkommen. Dies stellt einen Schlüsselfaktor dar, um den sozialen Mehrwert finanziell befziffern zu können. Die neu geschaffenen bzw. verbesserten Einkommen rechnen wir auf das voraussichtliche Lebenseinkommen hoch. So können wir die langfristige Wirkung bestimmen. Daraus ergibt sich der Nutzen für die nächste Generation. Denn aufgrund des höheren Familieneinkommens können Eltern ihren Kindern ein förderliches Umfeld bieten.

Nutzen für die Gemeinschaft

  • Junge Erwachsene, die wir zuvor unterstützt haben, engagieren sich in ihrem Umfeld häufig sozial.
  • Gemeinden, in denen wir aktiv sind, müssen weniger Geld für Sozialleistungen und die alternative Familienbetreuung elternloser und verlassener Kinder ausgeben.
  • Die Gesellschaft vor Ort und die regionale Wirtschaft profitieren von unseren lokalen Programm-Ausgaben. Indem wir etwa Schulgebühren für die Kinder in unseren Programmen zahlen, tragen wir zur Finanzierung örtlicher Schulen und der Lehrergehälter bei. Aufträge für Handwerker, die z.B. ein Familienhaus in einem SOS-Kinderdorf renovieren, sichern wirtschaftliche Existenzen und Arbeitsplätze. Auch die Einkommen unserer einheimischen Mitarbeiter:innen sind hier zu nennen. Sie leben vor Ort, kaufen auf lokalen Märkten Lebensmittel oder Kleidung. Davon profitieren Kleinbäuer:innen, Marktfrauen oder Schneider:innen. So können weitere Familien ihre Kinder ernähren und ihnen eine Ausbildung ermöglichen – und Gemeinden prosperieren.

Hier finden Sie mehr zu unserem Wirksamkeitsbericht.

„Ich war schon früh sehr zielstrebig und die SOS-Kinderdörfer haben mich dabei immer unterstützt: Schon, als ich klein war, wurde ich dort mit all meinem Potential gesehen und gefördert.”

Laxman Bhusal aus Nepal,
studiert Neuroengineering in München

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