Syrienkrieg: Ost-Ghouta unter Dauerbeschuss

Helfer der SOS-Kinderdörfer unter Beschuss, Raketen und Granaten auf Damaskus

22.02.2018 - Die Lage in Ost-Ghouta am Stadtrand von Damaskus ist verheerend. Die Rebellenhochburg steht unter Dauerbeschuss. Mehr als 200 Menschen kamen bei den jüngsten Angriffen ums Leben, darunter viele Kinder. Aber auch bei Gegenangriffen auf das Zentrum der Hauptstadt Damaskus kam es zu Toten und Verletzten. Die SOS-Kinderdörfer melden jetzt, dass auch Mitarbeiter der Hilfsorganisation vor Ort unter Beschuss gerieten.
Die Lage der Kinder in den umkämpften Gebieten Syriens ist verzweifelt. Foto: Daniel Etter

"So schlimm wie jetzt war es noch nie! Es ist derzeit viel zu riskant, unsere Arbeit zu verrichten, alle sind angewiesen, sich in den Kellern zu verbarrikadieren", berichtet eine Helferin, die nur knapp eine Bombenexplosion überlebte.

Waffenstillstand dringend notwendig

"Wir brauchen dringend einen Waffenstillstand, der von allen Konfliktparteien eingehalten wird. Wenn es zu keiner Einigung kommt, wird ein schon jetzt kaum in Worte zu fassendes Elend, sich noch weiter verschlimmern", so die Helferin weiter.

SOS-Nothilfezentrum bei Ost-Ghouta vorübergehend evakuiert

Die SOS-Kinderdörfer betreiben in unmittelbarer Nähe der umkämpften Gebiete ein Nothilfezentrum, das sich außerhalb des Belagerungsrings befindet. Aufgrund des Beschusses musste jetzt das Zentrum vorübergehend evakuiert werden. Sobald die Sicherheitslage es zulässt, wird das SOS-Team seine Arbeit bei Ost-Ghouta wieder aufnehmen. "Wir haben die Kapazitäten, umfangreich Hilfe zu leisten, aber erst müssen die Gefechte aufhören", sagt die SOS-Mitarbeiterin.

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