Für künftige Generationen sorgen

Helene P. unterstützte den Wiederaufbau eines SOS-Kinderdorfes

Im SOS-Kinderdorf Abobo-Gare in Côte dʼIvoire (Elfenbeinküste) leben heute fast 200 Kinder und Jugendliche. Dass sie hier ein Zuhause finden, verdanken sie auch einer Spenderin, die SOS als Erben eingesetzt hat. Mit Hilfe des Nachlasses von Helene P. konnte das Dorf umfassend wiederaufgebaut werden und bietet künftigen Kindergenerationen ein Zuhause.

Jedes Kind braucht Liebe und Zuwendung. Im SOS-Kinderdorf Abobo-Gare kümmert sich SOS-Mutter Lea liebevoll um ihre Schützlinge. Foto: Sebastien Taylor

Eine Idee lebt weiter

Helene P. aus der Region Freiburg hat die SOS-Kinderdörfer über viele Jahre unterstützt und schließlich als Erben eingesetzt. Ihr Wunsch war es, dass ihr Nachlass Kindern in Afrika zugutekommen soll. Die SOS-Kinderdörfer verwendeten ihr Erbe daraufhin in Abobo-Gare in Côte dʼIvoire (Elfenbeinküste), wo Hilfe dringend benötigt wurde. Die Idee von Frau P., Kindern zu helfen, lebt nun in diesem Dorf weiter.

Erneuerung des ältesten afrikanischen SOS-Kinderdorfes

Im SOS-Kinderdorf Abobo-Gare haben die Kinder viele Freunde. Foto: Sebastien Taylor

In Abobo-Gare wurde 1971 das erste SOS-Kinderdorf auf dem afrikanischen Kontinent gebaut. Viele verlassene Jungen und Mädchen sind hier aufgewachsen. Als 2002 der Bürgerkrieg ausbrach gerieten die Jungen und Mädchen im Kinderdorf in Gefahr und das Dorf musste zeitweise evakuiert werden. In 2010/11 flammten die Unruhen erneut auf. Auch in den schwierigen Zeiten blieben die SOS-MitarbeiterInnen stets an der Seite der Kinder und gaben ihnen Zuwendung, Bildung und ein Zuhause.

Der Krieg, mehr als 40 Jahre intensive Nutzung und das Klima haben die Bausubstanz des Dorfes stark angegriffen, sodass dringend Handlungsbedarf bestand. Das Dorf wurde von Grund auf renoviert und – auch Dank der Unterstützung von Helene P. – in diesem Zuge das Hilfsangebot erweitert: Um noch mehr Mädchen und Jungen zu helfen, wurden zusätzlich zum Kinderdorf drei SOS-Familienhäuser außerhalb des Dorfes gebaut, die inzwischen fest in die Nachbarschaft integriert sind.

Aktuell wachsen in Abobo-Gare 199 Kinder und Jugendliche in SOS-Familien auf. Auch die SOS-Familienhilfe in Abobo-Gare ist längst zu einer wichtigen Instanz geworden: Sie hilft notleidenden Kindern und ihren Eltern dabei, eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen und ihr Leben aus eigener Kraft zu meistern. Im letzten Jahr haben es mit dieser Unterstützung 133 Familien geschafft, aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen.

Leonie hilft heute selbst Kindern in Not

Leonie Dindij ist im SOS-Kinderdorf Abobo-Gare aufgewachsen. Heute unterstützt die junge Frau selbst Kinder in Not. Foto: Sebastien Taylor

Leonie Dindji weiß, was Not bedeutet. Sie hat nicht nur ihre Eltern verloren, sondern auch den Bürgerkrieg in ihrer Heimat Côte dʼIvoire miterleben müssen. Leonie, heute 27 Jahre alt, weiß aber auch, was es heißt, Liebe und Unterstützung zu bekommen:  Als kleines Mädchen fand sie im SOS-Kinderdorf Abobo-Gare ein neues Zuhause. Ihre SOS-Mutter wurde für sie bald zur verlässlichen Bezugsperson, die ihr Geborgenheit gab und sie ermutigte, ihren Weg zu gehen.

Leonie machte ihren Schulabschluss, studierte Amerikanische Literatur und arbeitet heute als Kommunikationsleiterin eines Unternehmens. Mit der Unterstützung ihres Kinderdorfs ist sie eine selbstbewusste junge Frau geworden, die heute selbst für andere da ist: Sie hat eine Organisation gegründet, die benachteiligten Kindern mit Bildungsangeboten und Schulmaterialien hilft. "In Zukunft möchte ich gerne noch viel mehr Kinder fördern", sagt sie. Auch ihrem Kinderdorf bleibt Leonie weiter verbunden. Vor allem die Mädchen freuen sich jedes Mal, wenn sie kommt. Für viele ist sie ein großes Vorbild.

 

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