Mutter spricht meine Sprache!
Indigene Kinder wachsen im SOS-Kinderdorf zweisprachig auf
Ins SOS-Kinderdorf Sucre, Bolivien, kommen viele Kinder, die ausschließlich Quechua sprechen - die Sprache ihrer Vorfahren. Hier erzählt SOS-Kind Reina, wie sie zum ersten Mal Spanisch hörte: bei ihrer Ankunft im SOS-Kinderdorf. Wie erleichtert das Mädchen war, als ihre SOS-Mutter sie auch auf Quechua begrüßte!

Eines Tages sagte eine Nachbarin zu mir: 'Da gibt es einen wunderbaren Ort, das SOS-Kinderdorf. Da kannst du zur Schule gehen. Wir bringen dich hin.' Zuerst hatte ich Angst, nach Sucre zu gehen, aber ich sagte mir, es würde herrlich sein, zu lernen, meine Schwestern könnten bei mir sein und ich müsste nie mehr Schafe hüten, um Geld für ein bisschen Essen zu verdienen. Ich muss dort hingehen!
Mein neuer Bruder gibt mir Spanisch-Nachhilfe
Heute wünschte ich, ich könnte in der Schule schneller vorankommen. Ich bin im Rückstand mit dem Lernen, weil ich nicht so gut Spanisch spreche wie die anderen Kinder. Aber meine Mutter und meine neuen Brüder geben mir regelmäßig Nachhilfe. Ich bin schon sehr viel besser geworden.

Nach einem der Besuche nahm ich meinen kleinen Webstuhl mit ins SOS-Kinderdorf. In meiner Freizeit webe ich gerne und ich habe meinen Schwestern versucht, es beizubringen. Aber sie sind darin nicht sehr geschickt (Sie lacht). Aber sie geben sich Mühe und ich finde es schön, dass ich ihnen etwas beibringen kann. Vielleicht lernen sie es ja eines Tages."