Wenn Hilfe für Menschen in Not zur Familientradition wird

Unsere Spenderin des Monats, die Stifterin Bettina Vollmer-Wolff, führt das Lebenswerk ihres Vaters weiter und hilft dieses Jahr einheimischen und geflüchteten Kindern sowie deren Familien in Griechenland.

Bettina Vollmer-Wolff mit ihrem Enkel Lucas

Der Wunsch, Nachhaltiges zu schaffen

Anderen helfen. Sich für diejenigen einsetzen, die zu schwach sind, um alleine zu überleben. Der Impuls, sich für Kinder in Not und deren Familien zu engagieren, scheint in den Genen der Familie von Bettina Vollmer-Wolff verankert zu sein. Daher gründete ihr Vater im Jahre 2014 die Mondini-Stiftung. Bettina Vollmer-Wolff spricht von ihr als "Familienstiftung", denn die Verwaltung der Stiftung hatte von Anfang an sie übernommen. Auch nachdem der Vater 2019 verstarb, wird die Stiftung von Bettina Vollmer-Wolff aufrechterhalten: "Ich sehe es seit seinem Tod als besonders schönes Vermächtnis an, mit der Arbeit der Stiftung weiterzumachen", bekräftigt die Spenderin des Monats, "es war ihm ein Herzenswunsch, das von ihm im Laufe seines Lebens Erreichte mit Menschen in Not zu teilen. Ein Entschluss, hinter dem die ganze Familie steht." Unsere in der Südpfalz lebende Spenderin ändert den geographischen Schwerpunkt ihres Engagements für die SOS-Kinderdörfer weltweit jedes Jahr aufs Neue. "Vor zwei Jahren haben wir bestimmte Länder in Afrika gefördert, letztes Jahr war Paraguay in Südamerika an der Reihe. Und dieses Jahr helfen wir in Europa."

Hilfe für Kinder und deren Familien in Griechenland

Die Mondini-Stiftung unter der Leitung von Bettina Vollmer-Wolff hat sich entschieden, dieses Jahr Griechenland zu unterstützen. Denn das geschichtsträchtige Urlaubsparadies scheint nicht zur Ruhe zu kommen. Als Griechenland im Jahre 2008 von der Finanzkrise heimgesucht wurde, sind viele Familien verarmt und leben teilweise noch immer unter dem Existenzminimum. Und gerade, als das Land dabei war, ein wenig "aufzuatmen" und sich langsam zu erholen, schlug die Corona-Krise mit unverhohlener Grausamkeit zu und gefährdet erneut unzählige Existenzen. Eltern wissen nicht mehr, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Durch den Lockdown und die damit verbundenen Konsequenzen nehmen psychische Probleme und häusliche Gewalt zu, die Familien entzweien und zerbrechen lassen. Doch damit nicht genug: Genauso wie die Finanz- hinterlässt auch die Flüchtlingskrise ihre Spuren im gebeutelten Mittelmeerstaat. Zehntausende Familien und deren Kinder aus dem Nahen Osten, besonders aus Syrien, die Krieg, Zerstörung und Gewalt entfliehen konnten, sitzen auf den griechischen Inseln und dem Festland fest. "Diese Kinder leben mit ihren Eltern in Flüchtlingscamps unter menschenunwürdigen Bedingungen", sagt Bettina Vollmer-Wolff, "sie teilen ein ähnliches Schicksal mit den verarmten einheimischen Familien. Und allen muss geholfen werden. Wir müssen diese Menschen unterstützen und dürfen nicht wegschauen!"

Spenden-Matching für die Ärmsten der Armen

Bettina Vollmer-Wolff hielt ihr Wort und sah nicht weg. Im Gegenteil, im Namen der Mondini-Stiftung entschied sich die Familie – in Zusammenarbeit mit den SOS-Kinderdörfern weltweit – für eine Spendenaktion, die in Sachen Großzügigkeit ihresgleichen sucht. Die SOS-Kinderdörfer starteten im August einen Spendenaufruf zugunsten Not leidender Menschen in Griechenland. Über die SOS-Website, die sozialen Medien und ein Spender-Mailing wurden Freunde sowie bestehende und potenzielle Unterstützer der SOS-Kinderdörfer weltweit aufgerufen, einheimische und geflüchtete Menschen in Not zu unterstützen. Ein Spendenaufruf wie viele, möchte man meinen, doch weit gefehlt: Die Mondini-Stiftung hat die Spenden, die bis Mitte August generiert wurden, bis zu dem vorher festgelegten Gesamtbetrag von 30.000.- Euro verdoppelt! So kam am Ende die unglaubliche Summe von nahezu 75.000.- Euro zusammen. "Ein Ergebnis, das stolz macht und genau den Menschen zugutekommt, denen wir dieses Jahr helfen wollen", sagt Bettina Vollmer-Wolff. Der durch das Spenden-Matching erzielte Betrag geht an die SOS-Sozialzentren in Griechenland, die sowohl Einheimischen als auch Geflüchteten offenstehen. Mit der Hilfe durch die Spenden und den durch die Mondini-Stiftung verdoppelten Betrag versorgen die SOS-Kinderdörfer weltweit Familien mit dem Notwendigsten, wie zum Beispiel Lebensmittelgutscheinen. Darüber hinaus begleiten sie traumatisierte Kinder und unterstützen diese durch psychologische Hilfe. Zu guter Letzt ermöglichen die eingenommenen Spendengelder den Förderunterricht durch SOS-Mitarbeiter sowie die Unterstützung beim Corona-bedingten Homeschooling für Familien in Not.

So gibt die Mondini-Stiftung sowohl Einheimischen als auch Geflüchteten die Perspektive, eines Tages selbstständig leben zu können – in Sicherheit und Wohlstand. "Ich freue mich schon auf das nächste Spenden-Matching", sagt Bettina Vollmer-Wolff, "denn mit der Hilfe für Menschen in Not führen wir das Erbe meines Vaters weiter – als Familientradition."

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