Schwere Zeiten brauchen starke Frauen

Charlin-Eleftheria Bellos aus Braunschweig setzt sich für Kinder und Familien ein, die durch die Corona-Krise alles verloren haben. Es ist das Porträt einer jungen Frau mit Ambitionen, die sich für die Rechte des eigenen Geschlechts stark macht und darüber hinaus denjenigen helfen will, die auch ohne eine Pandemie ums Überleben kämpfen.

Charlin-Eleftheria setzt sich auf vielen Ebenen für Andere ein. Foto: Privat

Ihrer Generation voraus

Mit 25 Jahren hat Charlin-Eleftheria schon Beachtliches erreicht. Die frisch gebackene Wirtschaftsfachwirtin arbeitet für einen Wolfsburger Autohersteller, ist eine feste Größe im Gremium einer großen Gewerkschaft und dort die 1. Sprecherin für die Interessenvertretung von über 1500 Frauen. Neben der Arbeit und ihrem Engagement in der Gewerkschaft unterrichtet sie Deutsch als Fremdsprache für Flüchtlingskinder und entwirft in ihrer knapp bemessenen Freizeit Modeschmuck und Dekoartikel aus Epoxidharz sowie viele andere Unikate.

Allesamt zeitaufwändige Themen, die jeden Terminkalender sprengen – möchte man meinen. Doch für Charlin-Eleftheria scheinen die Gesetze von Raum und Zeit außer Kraft gesetzt: Sie schafft es sogar noch, sich für Kinder und deren Familien in Not einzusetzen und dient damit als Vorbild für ihre eigene Generation, der sie ein kleines Stück voraus zu sein scheint. Das Motto „Y.O.L.O“ (you only live once) nämlich interpretiert Charlin-Eleftheria für sich auf ihre ganz eigene Art und Weise: Für sie gilt es, jeden Tag das Beste herauszuholen – nicht nur für sich, sondern auch für Frauen und Kinder aus aller Welt.

Zum Weltfrauentag rührt Charlin-Eleftheria jährlich die Werbetrommel für ein Projekt der SOS-Kinderdörfer. Foto: Privat

Aller guten Dinge sind vier – für den Moment …

Den Internationalen Frauentag am 08. März 2021 nimmt unsere Spenderin bereits zum vierten Mal in Folge zum Anlass, um ein konkretes Projekt der SOS-Kinderdörfer weltweit zu bewerben und dafür die Spendentrommel zu rühren. "Viele entscheiden sich in Wolfsburg bereits für dort ansässige Wohltätigkeitsvereine, daher wollte ich den Fokus breiter und internationaler ausrichten", erklärt Charlin-Eleftheria, "außerdem ist eine digitale Spendenaktion meiner Meinung nach noch effizienter." Sie wurde von ihrer Tante und ihrem Onkel inspiriert, Kindern in Not zu helfen. "Meine Tante hat schon lange ein Patenkind von einer Hilfsorganisation, das sie fördert. Jedes Jahr bekommt sie ein neues Bild ihres Patenkindes geschickt, das sie an ihren Türrahmen in der Küche hängt. Dort hat sie in den letzten Jahren eine regelrechte Fotowand erstellt."

Seit sie 17 Jahre alt ist, begleitet die junge Frau anhand der vielen Bilder die Entwicklung des Patenkindes und wurde zur Zeitzeugin des Spendenerfolgs ihrer Tante. "Als ich anfing, mein erstes eigenes Geld zu verdienen, wollte auch ich Patin eines Kindes in Not werden. Über die SOS-Kinderdörfer weltweit wurde mir die Chance eröffnet, ein Mädchen aus Bolivien zu fördern, die in einem der dort ansässigen Kinderdörfer lebt", berichtet Charlin-Eleftheria, "und so konnte ich mich selbst davon überzeugen, wie wertvoll die Arbeit der SOS-Kinderdörfer vor Ort ist."

Mit ihrer Patenschaft gibt Charlin-Eleftheria einem Kind in Bolivien ein Zuhause, Bildung und Zukunftschancen. Foto: Fernando Espinoza

Die Projekte, die Charlin-Eleftheria bis jetzt durch ihre Spendenaktionen unterstützt hat, verbessern die Zukunftsaussichten für Kinder und Familien in den ärmsten Ländern dieser Welt und retten sogar Leben. Waren es in der Vergangenheit Mädchen in Indien, Kinder in Syrien und der Zugang zu Bildung für junge Menschen in Afrika, widmet Charlin-Eleftheria ihr Engagement dieses Jahr Familien, die durch Corona alles verloren haben und drohen, auseinander zu brechen. Durch die weltweiten Lockdown-Maßnahmen haben Millionen von Menschen ihre Existenzen verloren. Denn Hunger und Armut gehen nun mal nicht in Quarantäne, und für die meisten dieser Kinder und Familien ist der normale Alltag – ohne eine Pandemie – bereits ein täglicher Kampf ums Überleben.

Auf allen Kanälen die Werbetrommel rühren – online wie offline

Die Corona-Hilfe der SOS-Kinderdörfer weltweit unterstützt Kinder und Familien, die durch die Pandemie hart getroffen sind, wie hier in Ghana. Foto: Alea Horst

Auch, wenn ihre Spendenaktionen jedes Jahr anlässlich des Internationalen Frauentags stattfinden, begeistert sie mit ihren Aufrufen nicht nur das weibliche Geschlecht: "Ich spreche in unseren Aktionen gezielt alle an, Kollegen wie Kolleginnen, Bekannte, Freundinnen und Freunde und die lieben Verwandten." Besonders stolz ist sie auf die Tatsache, dass sich mittlerweile ganze Bereiche aus ihrem Unternehmen zusammentun, um gemeinsam zu spenden: "Da kommt natürlich eine ganze Menge zusammen, was mich sehr freut!" 

Auch bei der Bewerbung ihrer Spendenaktionen erweist sich Charlin-Eleftheria als einfallsreich und kreativ. Neben den eigenen sozialen Medien, digitalen Chats wie WhatsApp sowie dem Online-Auftritt auf meine-spendenaktion.de bekommt sie jedes Jahr eine ganze Seite in der Betriebsrat-eigenen Zeitung, auf der sie neben aktuellen Themen zum Frauenrecht auch genug Platz hat, ihre Spendenaktion zu bewerben. "Wir lassen nicht nur in der Zeitung und auf den digitalen Medien den QR-Code anlässlich eines konkreten SOS-Projekts abdrucken. Auch auf unseren firmeneigenen Veranstaltungen anlässlich des Frauentags, die normalerweise – in nicht-pandemischen Zeiten – Präsenzveranstaltungen sind, erwähne ich bei den diversen Vorträgen die Spendenaktionen zugunsten der SOS-Kinderdörfer weltweit."

Ein Blick in die Zukunft, der Hoffnung macht

Am Ende mit ihrer gemeinnützigen Arbeit ist unsere Spenderin des Monats noch lange nicht. Im Gegenteil, jetzt gehe es erst richtig los, da ist Charlin-Eleftheria sicher: "Solange ich bei uns im Unternehmen das Amt der Sprecherin für die Interessenvertretung der Frauen bekleide, werde ich jedes Jahr eine neue Spendenaktion ins Leben rufen, die einem Hilfsprojekt der SOS-Kinderdörfer zugutekommt", berichtet Charlin-Eleftheria, "und auch, wenn ich dieses Amt mal nicht mehr vertreten sollte, werden sich andere Wege finden!"

Wir freuen uns über ihre Hilfe und bedanken uns bei Charlin-Eleftheria Bellos!

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