Mentor, Bruder, Freund, Vaterfigur 

In Palästina kümmert sich Zuhair Zboun um unzählige junge Menschen, damit sie sich im Leben zurechtzufinden, wenn sie die Programme der SOS-Kinderdörfer verlassen.  

Seit mehr als 20 Jahren ist Zuhair Zboun für viele Jugendliche ein Mentor und eine Vaterfigur in Palästinas Westbank. Er hat sich um sie gekümmert und sie auf ihrem Weg in die Unabhängigkeit begleitet.  

"Zuhair ist alles in einem für die Jugendlichen: Aufpasser, Bruder, Freund und Vate"”, sagt sein Kollege Noureddin Qadi von den SOS-Kinderdörfern Palästina. "Er teilt mit ihnen ihre Freude, aber auch die Herausforderungen."  

Zuhair Zboun ist seit 20 Jahren ein Vorbild für Jugendliche in Palästinas Westbank. 

Der Sozialarbeiter stellt sicher, dass jede junge Person eine klare Vision hat für die eigene Zukunft. Durch verschiedene Mentoren- und Trainingsprogramme wie YouthCan!, aber auch durch lokale Partnerschaften und Projekte, wie etwa das Jugendstärkungsprojekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, trug er dazu bei, die Leben von hunderten jungen Menschen in der Westbank zu formen.

Mehr als 70 Prozent der Jugendlichen gehen später an die Universität, 90 Prozent von ihnen stehen, nachdem sie die Programme der SOS-Kinderdörfer verlassen haben, auf eigenen Beinen und sind selbstständig - auf diese Erfolgsrate sind Zuhair und seine Kolleg:innen sehr stolz.  

Für Zuhair war es schon immer besonders wichtig, den Jugendlichen zu helfen, starke Bindungen aufzubauen: zu ihren leiblichen Familien, den Menschen in ihrem Viertel und anderen jungen Personen, die in die Selbstständigkeit entlassen werden. Deswegen hat er einen Alumni-Verband ins Leben gerufen für Jugendliche, die in den Programmen der SOS-Kinderdörfer aufwuchsen. Außerdem versucht er, jungen Menschen zu zeigen, wie wichtig es ist, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben: dabei verrichten sie freiwillig 100 Stunden Freiwilligendienst.  

Die beiden Initiativen entstanden während der Lockdowns der Corona-Pandemie, in denen der Rat der SOS-Kinderdörfer gemeinsam mit Alumni aus den Programmen denjenigen half, die ihre Arbeit verloren hatten und auf Unterstützung angewiesen waren. Sie verteilten in Bethlehem Essenspakete und Finanzhilfe an die Familien der Alumni und Menschen in der Gemeinde.  

Gerade für Jugendliche, die aus schwierigen Lebensverhältnissen kommen, sind Menschen wie Zuhair ein Vorbild: Sie begleiten sie auf ihrem Weg, manchmal schlüpfen sie in eine Vaterrolle und vor allem sind sie da, wenn sie gebraucht werden.  

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