Nach Schäden durch Hurrikan Matthew: SOS-Schule in Les Cayes wiedereröffnet

Les Cayes/München – Nachdem Hurrikan Matthew Haiti verwüstet hat und auch die Schule der SOS-Kinderdörfer in Les Cayes im Südwesten des Landes schwer beschädigt wurde, können einige Klassenräume endlich wieder genutzt werden. "Die insgesamt 390 Schüler müssen in zwei Schichten unterrichtet werden, weil noch nicht alle Räume wieder nutzbar sind. Aber am wichtigsten ist, dass die Kinder wieder zur Schule gehen können", sagte Charles Myrtil, Nothilfe-Koordinator der SOS-Kinderdörfer in Haiti.

Die meisten öffentlichen Schulen des Landes sind nach den Schäden durch den Wirbelsturm, der etwa 550 Menschen das Leben gekostet hatte, noch immer geschlossen. "Es ist wichtig, den Kindern nach der Katastrophe die Normalität des Unterrichts wiederzugeben“, sagte Myrtil. "Die Kinder erhalten zudem psychologische Unterstützung."

Nach dem verheerenden Hurrikan sind mindestens 1,4 Millionen Menschen in Haiti dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Vor allem sauberes Trinkwasser werde benötigt, um die Ausbreitung von Cholera zu verhindern, teilte Myrtil mit. Mindestens sieben Menschen seien bereits gestorben und über 100 Verdachtsfälle wurden gemeldet.

Die SOS-Kinderdörfer identifizieren in der Gegend Les Cayes, die am schwersten vom Hurrikan getroffen wurde, Familien, die mit Nahrung und Trinkwasser versorgt werden müssen. Auch dringend benötigte Medikamente und Hygieneartikel werden verteilt. Außerdem werden obdachlose Familien in SOS-Kinderdörfern untergebracht und im Katastrophengebiet Nothilfe-Kindertagesstätten errichtet.

München, 19.10.16

Weitere Informationen:
Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
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