SOS-Kinderdörfer warnen: "Griechischen Familien geht die Luft aus"

Athen/München, 03.10.16 – Die Wirtschaftskrise in Griechenland hält weiter an und immer mehr Griechen verarmen: "Das trifft vor allem Familien", erklärt George Protopapas, Nationaldirektor der SOS-Kinderdörfer in Griechenland.

Während die Besteuerung von Privathaushalten deutlich angestiegen sei, seien die Renten um 30 Prozent gefallen, sagt Protopapas. "Aber für viele der arbeitslosen Familien ist die Rente der Eltern das einzige Einkommen. Nun bricht auch das mehr und mehr weg. Deshalb geht vielen Familien die Luft aus. Sie sind inzwischen absolut perspektivlos." Da der griechische Staat den Familien ebenfalls nicht helfen könne, verlören laut Protopapas immer mehr Menschen die Hoffnung: "Die Selbstmordrate steigt stetig an!"

Viele Griechen glaubten nicht mehr an eine Besserung der Situation vor 2025, "und die Flüchtlingsthematik belastet die Wirtschaft des Landes zusätzlich schwer“, so Protopapas. "Sollte die Türkei zudem tausende Flüchtlinge zurückschicken, würde sich die Lage weiter verschlechtern."

Die SOS-Kinderdörfer weltweit haben die Hilfe für verarmte Familien massiv ausgeweitet. Wurden noch kurz vor Beginn der Krise 50 Familien von der Hilfsorganisation betreut, sind es heute über 1800 mit mehr als 6000 Kindern und Erwachsenen.
 

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Vanessa Schwake
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