"Meine Kinder können sich wieder satt essen!"

Ndamase, eine alleinerziehende Mutter, wird durch die SOS-Familienhilfe auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft begleitet

Frauen bestellen gemeinsam einen Gemüsegarten
Hilfe zur Selbsthilfe: Gartenbau-Projekt der SOS-Familienhilfe in Umtata
Ndamase singt, während sie mit flinker Hand die saftig grünen Spinatblätter von den Stängeln trennt. Sie lacht und scherzt mit den anderen Frauen, die mit ihr zusammen das Gemüse ernten. Die von ihnen gemeinsam bestellte Parzelle bessert nicht nur den Speiseplan ihrer Familien auf - der Gemüseverkauf verschafft ihnen auch ein Einkommen. "Meine Kinder müssen nicht mehr hungern, und ich habe keine Angst mehr vor morgen", sagt Ndamase und lächelt.

Es ist nicht lange her, da wusste Ndamase nicht mehr weiter. Ihr Mann hatte sie mit vier kleinen Kindern alleine zurückgelassen. Dann traf sie der nächste Schicksalsschlag: Ihre ältere Schwester starb an HIV/Aids, und Ndamase nahm deren fünf Kinder bei sich auf. "Ich konnte sie nicht im Stich lassen – sie sind jetzt meine Kinder. Doch wie sollte ich nur alleine neun hungrige Mäuler stopfen? Das Geld reichte hinten und vorne nicht", erzählt Ndamase mit traurigem Ernst. "Wir hatten nur wenig und oft auch gar nichts zu essen. Meine Kleinen weinten sogar im Schlaf vor Hunger." In dieser Lage war es Ndamase unmöglich, die Schulgebühren für die älteren Kinder zu bezahlen - sie mussten daher die Schule abbrechen.

Die Familie hat wieder eine Perspektive

SOS-Sozialarbeiter wurden auf die Not der Familie aufmerksam. Ndamase und ihre Kinder wurden in das Programm der SOS-Familienhilfe in Umtata aufgenommen. Ziel der SOS-Familienhilfe ist es, notleidende Familien schrittweise zur Selbsthilfe zu befähigen. Zunächst erhielten Ndamase und ihre Kinder Lebensmittelhilfe und Unterstützung beim Schulgeld. "Endlich konnten sich die Kinder wieder satt essen und sogar wieder den Unterricht besuchen", sagt Ndamase. "Sie wieder lachen zu sehen, hat mir viel Kraft gegeben."

Der nächste Schritt: Ndamase nahm an einem Gartenbau-Projekt teil, bei dem die SOS-Familienhilfe mit der örtlichen Gemeinde zusammenarbeitet. Gemeinsam mit fünf weiteren alleinerziehenden Frauen, die alle ein ähnliches Schicksal wie Ndamase haben, bestellt sie eine Parzelle, die ihnen zur Verfügung gestellt wurde. Sie bauen dort gemeinsam Spinat, Kohl, Tomaten, Butternuss und Kartoffeln an, helfen sich gegenseitig und teilen sich die Erträge.
Die Ernten dienen zum einen der Selbstversorgung der Familien mit gesunder, vitaminreicher Kost. Zum andern verkaufen sie das Gemüse, um so ein Einkommen zu erwirtschaften. Das läuft so gut, dass Ndamase inzwischen nicht mehr auf Lebensmittelhilfe angewiesen ist.

Mit Unterstützung der SOS-Familienhilfe ist Ndamase nun dabei, zusätzlich eine kleine Geflügelzucht aufzubauen. Sie erhält Küken und Hühnerfutter, zieht die Hühner auf und verkauft sie dann. Auch das lässt sich gut an, sehr gut sogar. "Wenn das so weitergeht, dann kann ich meine Kinder bald aus eigener Kraft versorgen", sagt Ndamase stolz. "Wir haben jetzt wieder eine Zukunft."

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