Hungerkatastrophe in Afrika

Allein in Somalia sind hundertausende Kinder akut vom Hungertod bedroht

14.06.2017 - Somalia, Südsudan, Nigeria: An mehreren Brennpunkten in Afrika spitzt sich die Tragödie dramatisch zu – Millionen Kinder kämpfen gegen den Hungertod. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat alle Bundesbürger um Spenden für Afrika gebeten. "Wir können es uns nicht erlauben, dass diese Kinder in Vergessenheit geraten", sagt Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit. "Sie sterben, wenn sie nicht bald umfassend Hilfe erhalten." Besonders dramatisch ist die Lage im ostafrikanischen Somalia sowie im Norden Nigerias und Niger.
Hungerkrise: Kind mit Mutter erhalten Spezialnahrung in Chinaksen, Äthiopien. Foto: Rory Sheldon

Die Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisationen, die Nahrungsmittel, Medikamente und Wasser verteilen, seien aufgrund des Ausmaßes der Katastrophe in Afrika überfordert. "Wir bitten die Weltgemeinschaft und die Spender um schnelle Hilfe", so Yassin weiter. "Sonst droht eine Katastrophe, die weit schlimmer wird als die Hungersnot 2011."

2011 durchlitt Ostafrika die schlimmste Hungerkatastrophe seit 60 Jahren. 260.000 Menschen starben, die meisten in Somalia, nachdem die internationale Hilfe im Bürgerkriegsland zu spät angelaufen war. Die Hälfte der Opfer waren Kinder unter fünf Jahren. "Das hätte nicht passieren müssen", sagt Yassin, "hätte die internationale Gemeinschaft nicht so lange die Warnungen der Hilfsorganisationen überhört."

Die SOS-Kinderdörfer sind in allen betroffenen Ländern vor Ort und leisten umfangreiche Hilfe, etwa in Nigeria.

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