Hilfe für ein krankes Baby

Wie viele Familien in Mogadischu kamen Fadumo Omar, 30 Jahre alt, ihr Mann und ihre Kinder gerade so über die Runden: gerade genug zu essen, wenn es auch nur für zwei Mahlzeiten am Tag reichte. Gerade genug Platz in der engen Behausung. Nur passieren durfte nichts.

Als Maslah, Fadumo Omars jüngster Sohn, krank wurde, war seine Mutter in großer Sorge. Ihr Baby, ein halbes Jahr alt, bekam kaum Luft, war apathisch. Sie hatte keine Ersparnisse, wie sollte sie einen Arzt bezahlen? Eine Freundin riet ihr, die SOS-Mutter-Kind-Klinik aufzusuchen.

Da ihr Mann weit entfernt als Landwirt arbeitete und nur alle zwei Monate nach Hause kam, schwor sie ihre älteste Tochter ein, auf ihre Geschwister aufzupassen. Die Mutter erinnert sich: „Wir waren alle sehr nervös, aber meine Tochter versprach mit ihren zwölf Jahren, die anderen zu versorgen – wenn nur ihr kleiner Bruder wieder gesund würde!“

Eine Nachbarin wollte ebenfalls nach den Kindern schauen, und so wickelte sich Fadumo Omar ihr krankes Baby auf den Rücken und machte sich auf den Weg. Maslahs Zustand war kritisch: Die Ärzte diagnostizierten Atemnot, Blutarmut und Wasser im Bauch – Folgen von Unterernährung. Der kleine Junge wurde mit Sauerstoff, Medikamenten und Nährstoffen versorgt.

Mutter und Sohn blieben zehn Tage in der Klinik der SOS-Kinderdörfer, Maslahs Vater und Verwandte kamen zu Besuch, alle bangten um das Baby. Als Maslah zum ersten Mal wieder lächelte, kamen seiner Mutter die Tränen. „Ich war so erleichtert“, sagt sie. Von da an ging es aufwärts.

In den nächsten Wochen überprüften die Ärzt:innen den Zustand des Jungen regelmäßig, aber erst einmal durften Mutter und Sohn nach Hause – wo die anderen Kinder schon ungeduldig warteten.

 

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Berufung Krankenschwester

Es kommt nicht selten vor, dass die Krankenschwester Nasra Mohamed Ali auch an ihren freien Tagen in der Klinik der SOS-Kinderdörfer zu finden ist. Wenn der Ansturm wieder einmal kaum zu bewältigen ist, unterstützt sie freiwillig bei Notfällen, untersucht Patienten, betreut Geburten, beruhigt Angehörige – und hofft auf das Verständnis ihrer eigenen Kinder. "Sie wissen, dass ich gebraucht werde", sagt die 33-jährige Mutter.

"Wir retten täglich Leben": Krankenschweste Nnasra in der Klinik der SOS-Kinderdörfer in Mogadischu. Foto: Mohamed Abdihakim

Nasra hat selbst erfahren, wie es ist, in Not zu sein – und Hilfe zu bekommen. Als sie klein war, starben ihre Eltern. Im SOS-Kinderdorf Mogadischu hat sie ein neues Zuhause gefunden. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester arbeitete sie zunächst für eine andere Organisation, die aber aus Sicherheitsgründen das Land verließ. Auch deshalb, sagt Nasra, sei die Mutter-Kind-Klinik der SOS-Kinderdörfer so wichtig, weil viele andere Einrichtungen geschlossen wurden. "Wir retten täglich Leben. Das der Kinder, aber auch der Mütter, weil viele Geburten so schwierig sind!"

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