Keine Armut

Gemeinsam die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) erreichen

Eine Welt ohne Armut zu schaffen, ist eines der wichtigsten Ziele der Agenda 2030. Armut gilt als einer der Hauptfaktoren dafür, dass Familien instabil werden, dass Kinder Vernachlässigung erfahren oder die elterliche Fürsorge verlieren.

Ziel 1: Keine Armut

Armut beenden - in allen ihren Formen und überall

Fast 50% aller Menschen auf der Erde leben in Armut. COVID-19 trieb zusätzliche 71 Millionen Menschen in extreme Not. Armut ist einer der Hauptfaktoren für den Verlust der elterlichen Fürsorge. Viele Kinder könnten in ihrer eigenen Familie aufwachsen, wenn diesen Familien die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen würden.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die SOS-Familienhilfe befähigt Eltern, ihren Kindern aus eigener Kraft eine Perspektive zu bieten, z. B. durch Fortbildungen oder Mikrokredite zur Existenzgründung.

Kinder, die nicht mehr bei Ihren Eltern leben können, geben wir in unseren Programmen Geborgenheit und Schutz sowie die Möglichkeit einer Schul- und Berufsausbildung.

Unsere Programme zur Familienstärkung begleiten derzeit weltweit rund 350.000 Kinder und Eltern in eine bessere Zukunft.

Projektbeispiel:

Familienhilfe der SOS-Kinderdörfer in Bischkek, Kirgisistan

Die SOS-Kinderdörfer bieten von Armut bedrohten Familien verschiedenste Unterstützungsangebote. Ziel ist es, die Familien zu stärken und zu verhindern, dass Kinder von ihren Familien getrennt werden. Die weltweiten SOS-Programme folgen dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe", etwa durch Fortbildungen, mit denen Eltern Fähigkeiten erlernen, die sie für den lokalen Arbeitsmarkt besser qualifizieren oder durch Mikrokredite zur Existenzgründung. Auch die Familienberatung gehört dazu, die psychologische und soziale Maßnahmen ebenso einschließt wie die Gesundheitsfürsorge.

Das zentralasiatische Land Kirgistan ist von Arbeitslosigkeit geprägt, fast 40 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Hauptstadt Bischkek ist ein Sammelbecken für Geflüchtete, die dort meist vergeblich auf ein besseres Leben hoffen. Viele von ihnen leben in menschenunwürdigen Behausungen, ohne offizielle Papiere, gesellschaftliche Anerkennung und Zugang zu gut bezahlter Arbeit, Bildung und medizinischer Versorgung. Unter dem Druck der Existenznot zerbrechen viele Familien, Kinder landen auf der Straße.

Viele Familien in Kirgistan leben in großer Armut. Die Familienhilfe der SOS-Kinderdörfer unterstützt Eltern dabei, eine Existenzgrundlage für sich und ihre Kinder zu schaffen und begleitet sie dabei auch psychologisch. Foto: Michaela Morosini

Die SOS-Familienhilfe in Bischkek bietet Erziehungskurse an, unterstützt Eltern bei der Jobsuche und bringt Frauen beispielsweise die alte Kunst des Filzens bei, damit sie damit Geld verdienen können.  Eltern und alleinerziehende Mütter werden auch für Themen wie Gesundheit und Hygiene sensibilisiert.

Auch kleine Maßnahmen führen zu großer Wirkung. So hilft das Team der SOS-Kinderdörfer zum Beispiel Familien bei der Beschaffung der Geburts- und Ausweispapiere ihrer Kinder. Dank der Dokumente können die Kinder endlich an einer öffentlichen Schule eingeschrieben werden und werden unterstützt, versäumten Lernstoff aufzuholen.

Gemäß einer Untersuchung zur Wirksamkeit der SOS-Familienstärkungsprogramme in Bischkek leben mehr als 70 Prozent der ehemaligen Teilnehmer und Teilnehmerinnen inzwischen in einem guten Lebensumfeld. Das Sozialzentrum leistet einen nachhaltigen Beitrag, um Armut und dem Zerbrechen von Familien entgegenzuwirken.

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