Weniger Ungleichheiten

Gemeinsam die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) erreichen)

Foto: Alea Horst

Ziel 10: Weniger Ungleichheiten

Die soziale und wirtschaftliche Ungleichheit innerhalb von Gesellschaften oder zwischen Ländern gilt als zentrale Migrationsursachen. Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, kulturellem oder religiösem Hintergrund bestimmen weltweit den Alltag vieler Menschen.

Am ehesten leiden Kinder unter sozialer Ausgrenzung, die die elterliche Fürsorge verloren haben oder Gefahr laufen, sie zu verlieren. 2019 waren mehr als die Hälfte aller Geflüchteten weltweit junge Menschen unter 18 Jahren.

Das Ziel der SOS-Kinderdörfer weltweit: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

Projektbeispiel: Das länderübergreifende zentralamerikanische SOS-Migrationsprojekt

Die SOS-Kinderdörfer fördern mit ihren Programmen und Einrichtungen die Chancengleichheit, Nichtdiskriminierung und soziale Inklusion von Kindern und jungen Menschen ohne elterliche Fürsorge sowie die von gefährdeten Familien.

In Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua und El Salvador bestehen 96 länderübergreifende SOS-Programme zur Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien. Seit 2012 gibt es eine stark ansteigende, irreguläre Migration von unbegleiteten mexikanischen und zentralamerikanischen Kindern und jungen Erwachsenen. Sie suchen, Armut, Kriminalität und dem Mangel an ökonomischen Perspektiven zu entkommen. Eine weitere Migrationsursache ist die Zusammenführung mit Familienangehörigen, die schon in den USA oder Mexiko leben. Während der Migration - und der Rückführung - sind die jungen Menschen großen Risiken ausgesetzt, viele werden traumatisiert.

Ziele des länderübergreifenden SOS-Migrationsprojekts: Auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene wird hinsichtlich der Schutzbedürftigkeit der Kinder auf Politik und Öffentlichkeit Einfluss genommen. Dazu gehört, dass der Aufbau von Kapazitäten angetrieben wird, etwa von Fachkräften im Bereich der Betreuung und des Kinderschutzes. In Familien, Selbsthilfegruppen und bei lokalen öffentlichen Partnern wird das Bewusstsein für die eigenen Rechte gestärkt, Fähigkeiten zur Traumaverarbeitung geschult, Selbsthilfeinitiativen werden gefördert.
Erst wenn der Kreislauf von Armut und Ausgrenzung durchbrochen wird, können zukünftige Generationen aktive und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erfahren, die Migrationsursachen aushebelt.

 

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