Auszubildende im Krankenhaus. Foto: SOS-Kinderdörfer

Berufliche Perspektiven für Jugendliche in Indien

Youth Skilling Chennai & Pune – Kooperation mit der Hans Hermann Voss-Stiftung

Chancen für eine selbstbestimmte Zukunft: Das Youth Skilling-Projekt eröffnet Jugendlichen in Indien neue Wege zu Ausbildung und beruflicher Teilhabe.

Herausforderungen für junge Menschen
Indien ist das bevölkerungsreichste Land der Welt – und gleichzeitig eine der aufstrebenden Wirtschaftsmächte Asiens. Dennoch bleibt der Zugang zu Ausbildung und Arbeit für viele junge Menschen schwierig. Besonders Jugendliche aus benachteiligten Familien kämpfen mit fehlenden Qualifikationen, eingeschränkten Bildungschancen und hoher Jugendarbeitslosigkeit. Das Risiko, langfristig in Armut zu verbleiben, ist hoch.

Gezielte Förderung und nachhaltige Qualifizierung
Um dieser Situation zu begegnen, unterstützt das Programm „Youth Skilling“ von SOS-Kinderdörfer Indien seit 2020 junge Frauen und Männer im Alter von 15 bis 24 Jahren auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft. Dank der Förderung durch die Hans Hermann Voss-Stiftung konnten allein in der ersten Projektphase 250 Jugendliche in Chennai und Pune individuell beraten, ausgebildet und in den Arbeitsmarkt vermittelt werden. 193 Absolventinnen und Absolventen fanden direkt nach Abschluss einen Arbeitsplatz. Das Projekt setzt auf persönliche Beratung, maßgeschneiderte Ausbildungswege und gezielte Trainings zu Lebenskompetenz und Soft Skills. Besonders im Fokus stehen praxisnahe Qualifizierungen, etwa in IT, Buchhaltung, Elektrotechnik oder medizinischer Labortechnik.

Über das Programm "Youth Skilling" werden junge Menschen ausgebildet und anschließend in den Arbeitsmarkt vermittel, hier in einem Krankenhaus. Foto: SOS-Kinderdörfer Indien

Fortsetzung und nachhaltige Wirkung

Ende 2025 startete mit „Youth Skilling II“ die zweite Projektphase: Weitere 265 sozial benachteiligte Jugendliche erhalten Zugang zu Qualifizierung und individueller Betreuung – mit dem Ziel, mindestens 70 Prozent direkt in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Von der Mobilisierung über die Entwicklung eines persönlichen Plans bis hin zu Ausbildung, Abschlusszertifikat und Nachbetreuung bleibt das Projektteam an der Seite der Teilnehmenden. Die nachhaltige Wirkung zeigt sich nicht nur in neuen Berufschancen, sondern auch im wachsenden Selbstbewusstsein und in der Stärkung der gesamten Familien.

Das Erlernte in der Praxis umsetzen: Jugendliche beim Elektrotechnik-Training. Foto: SOS-Kinderdörfer Indien

Erfolgsfaktoren der Kooperation

  • Das Projekt orientiert sich konsequent an den lokalen Arbeitsmarktbedürfnissen und den individuellen Interessen der Jugendlichen.
  • Jeder und jede Teilnehmende wird persönlich beraten und erhält einen eigenen Entwicklungsplan.
  • Die Einbindung der Familien und regelmäßige Hausbesuche fördern die Motivation und Akzeptanz des Projekts.
  • Enge Partnerschaften mit anerkannten Ausbildungsinstituten und Arbeitgebern gewährleisten eine hohe Ausbildungsqualität und gute Vermittlungschancen.

 

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