Bundesentwicklungsministerium (BMZ)

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert Entwicklungsprojekte der SOS-Kinderdörfer.
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Als öffentlicher Zuwendungsgeber bezuschusst das BMZ verschiedene Projekte der SOS-Kinderdörfer. Die geförderten Projekte haben die Zielsetzung, die wirtschaftliche, soziale und/oder ökologische Situation armer Bevölkerungsgruppen in so genannten Entwicklungsländern unmittelbar und nachhaltig zu verbessern. In unseren Projekten reagieren wir auf die Anregungen, Wünsche und Forderungen der Menschen vor Ort und beteiligen die betroffenen Kinder, Erwachsenen und Gemeinden an der Umsetzung und Evaluierung.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Seit den 1980er Jahren sind die Familienstärkungsprogramme (FSP) ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der SOS-Kinderdörfer weltweit. Die Programme fördern Familien in der Nachbarschaft der SOS-Kinderdorf Standorte. Familien sollen dazu befähigt werden, ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Ziel ist es, dass die Eltern ihren Kindern ein kindgerechtes Aufwachsen ermöglichen können.
Das BMZ-geförderte Famillienstärkungsprogramm in Byumba, Ruanda, fördert u.a. die landwirtschaftlichen Aktivitäten von Familien.

Die Aktivitäten richten sich dabei nach den Bedürfnissen der Familien und beinhalten u.a. berufsbildende und einkommensschaffende Maßnahmen, sowie Mikrokredite und landwirtschaftliche Aktivitäten. Workshops und Kampagnen sensibilisieren Familien und Gemeinden für Themen wie Gesundheitsprävention, Kinderrechte und Umweltschutz. Zudem werden lokale Institutionen und zivilgesellschaftliche Initiativen dabei unterstützt, ein familienfreundliches Umfeld zu schaffen.

In der jüngsten Vergangenheit hat sich das BMZ verstärkt als Partner für die Finanzierung von SOS-Familienstärkungsprogrammen eingebracht.

Aktuell geförderte Projekte (Stand: 2017)

SOS-Familienhilfe in Kirgistan
Familie in Kirigistan, die mit Hilfe der SOS-Familienstärkung auf dem Weg in die wirtschaftliche Selbständigkeit ist.
  • Albanien, FSP Tirana: Soziale Teilhabe und wirtschaftliche Stärkung vulnerabler Familien in den Randbezirken Tiranas.
  • Bolivien, FSP El Alto: Sozio-ökonomische Stärkung von Familien in El Alto durch berufliche Bildung, Förderung erzieherischer Fähigkeiten und psycho-soziale Stärkung, Aufbau gemeindebasierter Initiativen und Organisationen.
  • BolivienFSP Tarija: Nachhaltige Rückführung von Kindern aus institutionellen Betreuungsformen (z.B. staatliche Kinderheime) in ihre Familien, Maßnahmen zu De-inistitutionalization, Kapazitätsbildung und Kinderschutz.
  • Bosnien, FSP Sarajevo: Förderung der beruflichen und sozialen Integration marginalisierter Jugendlicher in Sarajevo durch den Aufbau des Jugendförderprogramms "Youth Empowerment and Employment Programm (YEEP)".
  • Irak, Nothilfe für jesidische Kinder und Familien in Dohuk: Traumatisierte und sozial benachteiligte jesidische Kinder und Familien, die in und um das Flüchtlingscamp Khanke leben, erhalten Unterstützung, ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten, um wieder in ein normales Leben zurückkehren zu können. Zusätzliche Angebote helfen Familien dabei, wirtschaftlich Fuß zu fassen.
  • Georgien, FSP Kutaisi: Über 230 sozio-ökonomisch benachteiligten Familien (ca. 390 Erwachsene und 575 Kinder) aus der Region Imereti erhalten Hilfe zur wirtschaftlichen und psychosozialen Stabilisierung.
  • Kirgisistan, FSP Bishkek: Nachhaltige sozio-ökonomische Entwicklung vulnerabler Familien in zwei Stadtrandsiedlungen (Novostroikas) von Bishkek.
  • KirgisistanFSP Cholpon-Ata: Sozio-ökonomische Stärkung marginalisierter Familien in Issyk-Kul durch Ausbildung und Armutsbekämpfung.
  • Mazedonien, FSP Gazi Baba: Soziale Integration und wirtschaftliche Teilhabe sozioökonomisch benachteiligter Jugendlicher und junger Eltern durch einkommenschaffende Maßnahmen.
  • Ruanda,  FSP Byumba: Von Armut betroffene Familien in Rukomo sollen ihre Einkommenssituation verbessern und mehr wirtschaftliche Selbständigkeit erlangen.
  • Ruanda, FSP Kigali: Einkommenschaffende Maßnahmen für verarmte Familien im Bereich Landwirtschaft und Umweltschutz (z.B. Gründung von Baumschulen, Latrinenbau, Tierzucht), Sport- und Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche.
  • Serbien, FSP Belgrad: "Strong Youngsters" - Nachhaltige soziale und wirtschaftliche Stärkung von benachteiligten Jugendlichen.
  • Somaliland, FSP Baidoa: Nachhaltige Verbesserung der Einkommenssituation von Familien in Not. Hilfe durch gemeindebasierte Selbsthilfestrukturen (CBOs), Alumni-Netzwerke und Förderung der Gründung von Kleinunternehmen. Junge Erwachsene erhalten Perspektiven, um sich aus ihren schwierigen Verhältnissen zu befreien. Zusätzlich werden Familien für Themen wie Gesundheit und Vorsorge sensibilisiert.
  • Usbekistan, FSP Tashkent: Gründung eines Unterstützungssystems für bedürftige Familien in den marginalisierten Gemeinden Bakhor und Fayzulla Khodjayev.
  • Weißrussland, FSP Marijna Gorka: Unterstützung für Schwangere und Mütter (vor allem Alleinerziehende) in akuten Krisensituationen, Schulungen für Fachpersonal. Das Familienstärkungsprogramm fördert junge Mütter dabei, ein kindgerechtes Umfeld zu schaffen und ihre Kinder selbst zu versorgen.