04. Februar 2022 | NEWS

Siegwerk öffnet neue Horizonte

Erfolgreiche Förderung für Jugendliche in Programmen der SOS-Kinderdörfer

Der Druckfarbenhersteller Siegwerk unterstützt seit Jahren die Initiative YouthCan! mit dem Ziel, junge Menschen fit für den Arbeitsmarkt zu machen und ihnen relevante Fähigkeiten zu vermitteln. Wie erfolgreich, nachhaltig und kreativ die Förderung sein kann, zeigen Beispiele aus der Kooperation in 2021.

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Trainings in Kolumbien und Indien

Online-Kurse ermöglichen den Jugendlichen trotz Corona-Beschränkungen an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, und eröffnen auch  jungen Menschen in entlegenen Gebieten neue Perspektiven. Foto: SOS-Kinderdorfer Indien

Seit 2019 arbeitet Siegwerk in Kolumbien mit den SOS-Kinderdörfer unter dem Schirm der YouthCan! Initiative zusammen. Kürzlich realisierten die Mitarbeiter:innen des Unternehmens einen virtuellen Workshop mit zehn Jugendlichen zum Thema "Entrepreneurship" und bestärkten junge Menschen darin, eigene Geschäftsideen zu entwickeln. Unter der Leitung von Alvaro Alfonso Lopez Sulvarado, Financial Manager bei Siegwerk in Kolumbien, wurden die Jugendlichen kreativ und entwickelten unter anderem Ideen für einen Schönheitssalon oder eine Hausaufgabenbetreuung für Kinder.

Zwölf Volunteers von Siegwerk Indien gaben dort ihr Wissen an interessierte Jugendliche weiter. Jeweils ein Coach-Duo führte Jugendliche in verschiedenen Gruppen durch die Online-Trainings und bearbeitete gemeinsam mit ihnen Themen wie "Wer bin ich?", Berufswahl, Kommunikationsfähigkeiten, schriftlich kommunizieren im Geschäftsleben oder Teamarbeit. Zusätzlich erhielten die jungen Menschen wichtige Tipps für Vorstellungsgespräche. 40 Programmteilnehmer:innen haben 2021 von den Trainingseinheiten profitiert und dadurch relevante Fähigkeiten für einen besseren Einstieg in die Arbeitswelt erlangt.

Neue Horizonte in Guatemala

Ein umfassendes Online Trainingsprogramm konnte in Guatemala für 63 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 7 SOS-Programmen realisiert werden. Die Jugendlichen nahmen die Möglichkeit wahr, sich bei einer "Karrieremesse" über Berufe und Anforderungen der Arbeitswelt zu informieren. Ein weiterer Trainingsbereich ging gezielt auf berufliche Entwicklung, Finanzplanung und Führungsqualitäten ein.

Das Modul "Neue Horizonte" griff die Inhalte Effizienz, Effektivität, Teamarbeit und Kreislaufwirtschaft auf und setzte diese schließlich auch praktisch um: Bei Projektarbeiten zum Thema "Kreislaufwirtschaft" zeigten die Jugendliche großes Interesse für Umweltthemen und ihr Bewusstsein für die Auswirkungen auf ihre Gesundheit sowie ihr familiäres und soziales Umfeld. Umweltschutzprogramme und ein Wechsel von einem linearen und konsumorientierten Ansatz zu einem zirkulären Ansatz wurden dabei speziell beleuchtet.

Jugendliche aus Guatemala. Die Trainingseinheiten stärken die Fachkenntnisse der jungen Menschen, Selbstvertrauen und ermutigen zum Handeln. Foto: Alejandra Kaiser

Am Ende des Trainings "New Horizons" präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmen ihre Projektideen und setzten sie an vier Standorten der SOS-Kinderdörfer in Guatemala um:

  • So entstanden in Jocotán neue Spiel- und Erholungsräume für Kinder und Jugendliche, die aus Altreifen gebaut wurden.
  • In Retalhuelu wurde in einem Teil der Grünflächen des SOS-Kinderdorfes eine Obstplantage angelegt, die nun auch zur Versorgung der Familien beiträgt und dabei spielerisch Wissen und praktische Fähigkeiten rund um den Obstanbau vermittelt.
  • Am Standort Quetzaltenango entwickelten zwei Jugendliche, die dort eine kleine Bäckerei betreiben, ein Konzept zur Verringerung von Plastikverpackungen bei der Auslieferung ihrer Produkte. Darüber hinaus nutzen sie nun verstärkt Papiertüten und regen bei Familie und Kunden an, eigene Behältnisse zum Einkauf mitzubringen.
  • Schutz der Natur steht auch bei einem Projekt in Nuevo San Carlos im Fokus. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurden dort Maßnahmen zum Schutz und Pflege des örtlichen Flusses ergriffen und Präventions- und Umweltschutzkampagnen gestartet.

Die Verknüpfung von betrieblichem Handeln und Maßnahmen zum Umweltschutz eröffnete den Jugendlichen neue, nachhaltige Wege.

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