PROJEKT

Hungerkrise in Ostafrika: Jetzt spenden!

Dürre und steigende Lebensmittelpreise aufgrund der globalen Folgen des Ukraine-Kriegs: Am Horn von Afrika bahnt sich eine Hungerkatastrophe an. Die SOS-Kinderdörfer leisten Hilfe zur Selbsthilfe für Familien in Äthiopien und Kenia. Retten Sie Kinderleben und spenden Sie jetzt.

 

Spenden für hungernde Kinder

Helfen Sie hungernden Kindern und Familien: Unterstützen Sie Projekte der SOS-Kinderdörfer im Kampf gegen den Hunger in Ostafrika. Jede Spende hilft!

 

Die Felder sind verdorrt, Wasserstellen ausgetrocknet, die Tiere verendet: Die Menschen am Horn von Afrika leiden unter der schwersten Dürre seit 40 Jahren. Unzählige Kleinbauernfamilien kämpfen aufgrund der Klimakrise ums Überleben.

Hunger und Not werden durch die globalen Folgen des Ukraine-Kriegs dramatisch verschärft: Denn die Ukraine und Russland zählen zu den wichtigsten Weizenexporteuren der Welt. Durch den Krieg ist der Handel unterbrochen und die Weizenpreise sind weltweit auf ein Rekordhoch geklettert. Lebensmittel werden immer teurer und für viele Familien unerschwinglich.

18,4 Millionen Menschen müssen nach UN-Schätzungen am Horn von Afrika bereits hungern – eine Katastrophe bahnt sich an. Kinder sind besonders gefährdet, an den Folgen von Hunger und Mangelernährung zu sterben. Sie und ihre Familien brauchen dringend Hilfe - jetzt!

Die Ursachen der Hungerkrise

Die Regenzeit ist in der Region zum vierten Mal ausgeblieben: Die anhaltende Dürre in Ostafrika ist die schlimmste seit vier Jahrzehnten. Für die Menschen in der Region hat die Klimakrise dramatische Folgen: Sie zerstört die Lebensgrundlage von Millionen von Kleinbauern und Hirten.

Die Gefahr einer Hungersnot ist groß, da sich die Ernährungslage rapide verschlechtert. In Äthiopien, Kenia und Somalia leiden bereits mehr als 1,7 Millionen Kinder unter lebensbedrohlicher schwerer akuter Mangelernährung – und es ist davon auszugehen, dass ihre Zahl weiter steigt.

Die anhaltende Dürrekrise verschärft die Armut und hat verheerende Folgen gerade auch für Kinder und Frauen:

  • Die Dürrekrise zwingt Kinder und Frauen zu gefährlich weiten Wegen, um Wasser und Nahrung zu beschaffen. Dies erhöht die Bedrohung durch geschlechtsspezifische Gewalt, sexuelle Ausbeutung sowie Missbrauch.
  • Kinder und Jugendliche müssen die Schule abbrechen und Kinderarbeit verrichten, damit die Familien überleben.
  • Kinderheirat nimmt zu: Mädchen werden in der Krise als erste aus der Schule genommen und häufig zwangsverheiratet.
  • Die Hungerkrise und wachsende Armut lassen Familien zerbrechen. Die SOS-Kinderdörfer rechnen mit einem stark ansteigenden Bedarf an alternativer Betreuung für Kinder und an Unterstützung von Familien in existenzieller Not.

Der Krieg in der Ukraine zerstört das Leben von Millionen von Kindern, verletzt massiv ihre Rechte und reißt Familien auseinander. Doch auch für Menschen, die tausende Kilometer entfernt leben, sind die Folgen verheerend. Denn die Ukraine ist die Kornkammer der Welt: Zusammen mit Russland liefert sie ein Drittel des Getreides für die Weltbevölkerung. Durch den Krieg ist der Handel unterbrochen und die Weizenpreise sind weltweit auf ein Rekordhoch geklettert. Viele afrikanische Staaten sind von den Importen abhängig und könnten einen Ausfall oder Rückgang der Lieferungen selbst auf lange Sicht nicht ausgleichen.

Die Langzeiteffekte des Ukrainekonflikts auf den afrikanischen Kontinent sind schwer abzuschätzen. Tobias Heidland, Forschungsdirektor und Mitglied im Forschungscluster Afrika am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), simulierte mit einem Team des IfW Kiel und der Afrikanischen Entwicklungsbank drei mögliche Szenarien:

  1. stark verringerte Erntemengen von ukrainischem Weizen und anderen Getreidesorten aufgrund von Zerstörung und Kriegswirtschaft im Land
  2. stark ansteigende Handelskosten mit der Ukraine und Russland aufgrund von Sanktionen und unterbrochenen Handelsrouten im Schwarzen Meer
  3. ein möglicher Exportstopp Russlands

Das Ergebnis der Simulation, die Heidland im März 2022 vorstellte: Es drohen dramatische Folgen für die Ernährungssicherheit in Afrika – besonders in Ländern, die stark von ukrainischen und russischen Agrargütern abhängig sind, zum Beispiel Ägypten, Somalia oder der Sudan. Selbst in Ländern, deren Importanteil gering ausfällt, könnte der Schaden für die Menschen enorm sein, war die Lebensmittelversorgung doch schon vor Februar 2022 vielerorts angespannt. Tobias Heidland zeichnet ein düsteres Zukunftsbild: "Eine neue Realität auf dem Getreideweltmarkt, in der die Ukraine und Russland für lange Zeit nicht mehr die gewohnten Mengen liefern, geht klar zu Lasten einer Reihe von afrikanischen Ländern. Der Krieg in der Ukraine ist eine reale Bedrohung für die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen in Afrika."

Bereits die Corona-Pandemie hat zu einem extremen Anstieg von Hunger geführt und die besonders betroffenen Länder in ihren Anstrengungen für ihre wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung oder Stabilisierung um Jahre zurückgeworfen. Die ärmsten Länder dieser Welt werden mit erheblichen Preissteigerungen zu kämpfen haben. Die Nahrungsmittelknappheit könnte sich auch auf die Fähigkeit vieler Hilfsorganisationen auswirken, Nahrungsmittelhilfe zu leisten.

Grafik: Die drei Dimensionen unserer Ukraine-Hilfe
 

 

Familien stärken: Wie die SOS-Kinderdörfer helfen

In 200 Programmen in ganz Afrika stärken die SOS-Kinderdörfer Familien, häufig Kleinbauern – zum Beispiel in Äthiopien und Kenia. Die Eckpfeiler unserer Familienhilfe sind:

  • Grundbedürfnisse sichern: Wir versorgen hungernde Familien mit Lebensmitteln und geben ihnen Zugang zu medizinischer Hilfe.
  • Schulbildung für die Kinder: Die anhaltende und sich immer weiter zuspitzende Hungerkrise führt dazu, dass Kinder die Schule abbrechen und arbeiten müssen, um zur Ernährung ihrer Familien beizutragen. Die SOS-Kinderdörfer helfen mit Schulgeld sowie Einkommen fördernden Maßnahmen für die Eltern.
  • Hilfe zur Selbsthilfe: Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Familien mit Saatgut oder Mikrokrediten, damit sie sich Nutztiere, Geräte oder Werkzeuge kaufen können. Ziel ist es, das Einkommen der Familien so weit zu verbessern, dass sie sich langfristig aus der Armutsfalle befreien können.

 

Spenden für hungernde Kinder

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