Schule

Eine gute Schulbildung ist der Schlüssel für die Zukunft – so ebnen wir sozial benachteiligten Kindern den Weg in ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben.

Stellen Sie sich bitte vor: Sie sind sechs Jahre alt und müssen jeden Tag stundenlang zu Fuß gehen, um zur nächsten staatlichen Schule zu kommen. Dort drängen sich bis zu 70 Schülerinnen und Schüler, die unter diesen Bedingungen kaum etwas lernen. In den ärmsten Ländern der Welt ist dies immer noch Schulalltag.

Doch viele Kinder haben es noch schlechter: Sie können nicht in die Schule gehen – weil ihre Eltern sich die Schulgebühren nicht leisten können; oder weil sie als Schuhputzer Kinderarbeit leisten müssen.

Sind Sie eine Frau? In vielen Ländern und Regionen Afrikas und Südasiens hätten Sie nicht Lesen und Schreiben gelernt – weil Mädchen im Haushalt helfen müssen, während ihre Brüder zur Schule gehen dürfen.

Ohne Bildung sind Kinder gefangen im Teufelskreis der Armut – es sei denn, wir helfen.

Mädchen in der Schule der SOS-Kinderdörfer in Freetown, Sierra Leone

Schulbildung für Kinder in Not

Die SOS-Kinderdörfer ermöglichen elternlosen und benachteiligten Kindern eine fundierte Schulbildung, die ihren individuellen Begabungen und Fähigkeiten entspricht. Das gilt für die Mädchen und Jungen in unseren SOS-Kinderdörfern ebenso wie für die Kinder, die wir über die Familienhilfe unterstützen.

  • Schulbildung: In Afrika, Asien und in einigen lateinamerikanischen Ländern betreiben die SOS-Kinderdörfer eigene Schulen. Mit unseren Schulen setzen wir Maßstäbe für eine qualitativ hochwertige Grund- und Sekundarbildung. In den Klassen sitzen maximal 30 bis 40 Schüler. Zum Vergleich: An staatlichen Schulen in Afrika zählen die Klassen oft bis zu 70 Kinder! Wie für alle unsere Mitarbeitenden gilt auch für unsere Lehrerinnen und Lehrer: Sie sind gut qualifiziert und in aller Regel Einheimische.
  • Förderung für Schüler:innen mit Lernschwächen oder Behinderungen: Viele Kinder gingen nur sporadisch oder gar nicht zur Schule, bevor sie im SOS-Kinderdorf ein Zuhause fanden oder durch unsere Familienhilfe Unterstützung erhielten. Mit Förderunterricht helfen wir ihnen, den Lernrückstand aufzuholen. Sonderpädagogische Programme richten sich außerdem an blinde, taube oder geistig behinderte Schülerinnen und Schüler, die in armen Ländern meist von jeglicher Bildung ausgeschlossen sind und keinerlei Förderung erhalten.
  • Begabtenförderung in Afrika: Für besonders begabte Jugendliche aus verschiedenen afrikanischen Ländern haben die SOS-Kinderdörfer in Tema, Ghana, ein Internationales College eingerichtet. Der internationale Schulabschluss berechtigt die Absolventinnen und Absolventen, ein Studium an nahezu jeder Universität aufzunehmen.

Wofür unsere Schulen stehen

  • Wir fördern individuell und ganzheitlich: Wir befähigen unsere Schülerinnen und Schüler, ihre individuellen Interessen und Fähigkeiten zu erkennen und zu entfalten. Der Unterricht an den Schulen der SOS-Kinderdörfer basiert auf einem ganzheitlichen Bildungskonzept. Dabei berücksichtigen wir kulturelle Besonderheiten, wie z. B. an unseren Schulen für tibetische Kinder der Exilgemeinden in Indien oder Nepal. Selbstverständlich orientieren wir uns auch an den jeweiligen nationalen Lehrplänen.
  • Wir setzen Maßstäbe: Die Schulen der SOS-Kinderdörfer genießen einen ausgezeichneten Ruf und gelten in vielen Ländern als Vorzeigeprojekte. Alle unsere Schulen sind staatlich anerkannt.
  • Wir bereiten unsere Schüler:innen auf den Beruf vor: Viele Schulen der SOS-Kinderdörfer bieten zusätzlich praxisorientierte und berufsbildende Lehrgänge in Metall- und Holzverarbeitung, Elektroinstallation oder Teppichknüpfen. So können wir die Berufsaussichten der Jugendlichen am heimischen Arbeitsmarkt verbessern.

Bildungschancen für Mädchen

Ein zentrales Anliegen sind uns gleichberechtigte Bildungschancen für Mädchen! Wir achten darauf, dass die Hälfte der Nachbarskinder an unseren Schulen Mädchen sind, was in Afrika und Südasien keineswegs selbstverständlich ist.

 

Bildung legt den Grundstein für ein Leben ohne Armut: In unserer Fotogalerie können Sie sich ein Bild vom Schulalltag der Kinder machen.

 

 

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