Flucht und Migration

Millionen Menschen verlassen jedes Jahr ihre Heimat – unter ihnen sind unzählige Kinder

Die Nachrichten überschlagen sich. Bilder von Menschen, die vor Kriegen und bewaffneten Konflikten flüchten, erreichen uns täglich. Auch Dürren, Flutkatastrophen und die Folgen des Klimawandels zwingen immer mehr Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Andere versuchen, Armut und Perspektivlosigkeit zu entkommen. Millionen Menschen kehren jedes Jahr ihrer Heimat den Rücken, mit ungewisser Zukunft. Was bedeutet das für Kinder und Jugendliche, die diesen Weg gehen müssen – mit ihren Familien oder alleine auf sich gestellt? Und wie helfen die SOS-Kinderdörfer?

 

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Warum Menschen ihre Heimat verlassen

  • Mindestens 114 Millionen Menschen sind weltweit auf Flucht vor Krieg, Konflikten und Verfolgung. 
  • Vier von zehn Flüchtlingen und Vertriebenen sind Kinder und Jugendliche.
  • 32,6 Millionen Menschen mussten 2022 wegen Dauerregen, Dürren, Hitzewellen und Stürmen kurz- oder langfristig ihr Zuhause verlassen. Aufgrund des Klimawandels droht diese Rekordzahl weiter zu steigen.

  • 281 Millionen Menschen, so Schätzungen der UN, lebten 2020 als Migrant:innen außerhalb ihres Geburtslandes. Die meisten verließen ihre Heimat auf der Suche nach Arbeit. Einer der Hauptgründe für Migration ist Armut.

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Helfen, wo es am nötigsten ist

Konflikte, Dürren, Armut: Mit Ihrer Unterstützung helfen wir Kindern und Familien in akuter Not – und geben ihnen neue Zukunftsperspektiven.

 

Flucht und Migration: Wie wir Kindern und Familien helfen

  • Soforthilfe: Die SOS-Kinderdörfer versorgen Kinder und Familien mit Lebensmitteln, Kleidung, Decken oder Medikamenten. Kinder, die fliehen oder migrieren sind besonders hilfsbedürftig. Zu den Hilfsgütern, die unsere Mitarbeitenden an Familien verteilen, gehören auch Babynahrung- und Kinderkleidung. Zum Teil unterstützen wir Flüchtlinge auch mit Bargeld oder Bezugsscheinen (Multi-purpose cash/voucher assistance), um sich und ihre Kinder mit dem Notwendigsten zu versorgen. Unsere Soforthilfe umfasst zudem den Zugang zu Informationen und Kommunikation.
  • Notunterkünfte: Wir nehmen Familien und unbegleitete Flüchtlingskinder in provisorischen Unterkünften oder in SOS-Kinderdörfern auf.
  • Familienzusammenführung: Mitarbeitende der SOS-Kinderdörfer versuchen in Zusammenarbeit mit den Behörden Familien zu vereinen, die auf der Flucht getrennt wurden. Kinder, die keine Angehörigen mehr haben, können in unseren SOS-Kinderdörfern ein neues und dauerhaftes Zuhause finden.
  • Psychologische Betreuung: Kinder erleben auf der Flucht oft Entsetzliches. Und auch bei der Migration in andere Region oder andere Länder wird ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Unsere Mitarbeitenden betreuen traumatisierte Kinder psychosozial und psychologisch.
  • Kinderschutzzentren (Child-Friendly Spaces): Die SOS-Kinderdörfer schaffen kindergerechte Räume, in denen Kinder und Jugendliche in einem geschützten Umfeld psychologisch erstbetreut, gestärkt und empowert werden. Provisorischer Unterricht und Betreuung geben den Kindern Struktur und Halt.
  • Medizinische Versorgung und Ernährungssicherheit: In den Kinderschutzzentren erhalten die Mädchen und Jungen ausgewogene Mahlzeiten und werden auf ihren Ernährungs- und Gesundheitszustand untersucht. Falls erforderlich, werden sie zur weiteren Behandlung an spezialisierte Stellen überwiesen.
  • Stärkung der Eltern: Mütter und Väter, Verwandte oder andere Betreuungspersonen erhalten Schulungen zu Kinderrechten oder gewaltfreier Erziehung, um den Kinderschutz zu stärken.
  • Empowerment von Kindern: Kinder werden über ihre Rechte und Meldemöglichkeiten im Falle von Gewalt oder Missbrauch informiert, erhalten sogenannte Life-Skills-Trainings und werden dabei begleitet, sich in Kinderschutzkomitees selbst für ihren Schutz in den Gemeinden einzusetzen.
  • Bleibeperspektiven schaffen: Armut ist eine der Hauptursachen für Migration. Die SOS-Kinderdörfer geben insbesondere jungen Menschen und Frauen eine Bleibeperspektive, indem sie diese befähigen und stärken, z. B. durch Ausbildung oder Zugang zu Gesundheitsversorgung. So ermöglichen wir es ihnen, ihre Zukunft selbstbestimmt und nachhaltig zu gestalten. Auch Menschen, die aus dem Ausland zurückkehren, erhalten so Unterstützung beim Neuanfang in ihrer Heimat, damit sie sich nicht erneut auf den gefährlichen Weg der irregulären Migration begeben.
  • Zusammenarbeit und Konfliktprävention mit Gemeinden, Behörden und Zivilgesellschaft: All unsere humanitäre und entwicklungspolitische Arbeit findet in Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden statt, um unser Handeln so nachhaltig wie möglich zu gestalten und Konflikte zwischen Migrant:innen und Aufnahmegemeinden zu minimieren. Durch politische Anwaltschaftsarbeit schärfen wir bei Entscheidungsträger:innen das Bewusstsein und zeigen ihnen Strategien auf, wie sie im Kontext irregulärer Migration ihrer Verantwortung zum Schutz der Kinder und Familien vollumfänglich gerecht werden. Staatliche Akteur:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen werden dazu befähigt, Betreuung und Unterstützung sicherzustellen. Dies umfasst z. B. die Schulung von Fachkräften (psychologische Betreuung, menschenrechts- und genderbasierte Ansätze), Aufbau von Therapieräumen und Systeme zur Früherkennung, wenn Menschen keine andere Perspektive sehen, als ihre Heimat zu verlassen.

Aktuelle Projekte: Helfen Sie Kindern auf der Flucht

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Ihre Spende an die SOS-Kinderdörfer weltweit können Sie von der Steuer absetzen. Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind als eingetragene gemeinnützige Organisation anerkannt und von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit. (Steuernummer 143/221/91910)