Schlaue Mädchen, starke Frauen!

Im Kampf gegen die Benachteiligung von Mädchen und Frauen setzen die SOS-Kinderdörfer auf Bildungsarbeit

Unsere Welt braucht starke Mädchen, die zu selbstbewussten, gutausgebildeten Frauen heranwachsen. Die Stärkung und Beteiligung von Mädchen und Frauen ist der Schüssel für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung – und damit auch für den Kampf gegen die globale Armut. Die SOS-Kinderdörfer treten weltweit für die Rechte von Mädchen und Frauen ein. Dabei setzen wir vor allem auf Bildung und Ausbildung.

Mädchen- und Frauenrechte werden weltweit verletzt

Immer noch werden weltweit jedes Jahr Millionen Mädchen verheiratet, statt weiter zur Schule zu gehen. Frauen, die von Männern finanziell abhängig sind, sind weltweit besonders von häuslicher Gewalt bedroht. Und wegen ungleicher Berufschancen leben Frauen häufiger in Armut – das gilt gerade auch für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder.

 

 

  • Bildungschancen: Noch immer gehen 34 Millionen Mädchen und 29 Millionen Jungen im Grundschulter nicht zur Schule. Die Mehrheit sind also weiter Mädchen – trotz großer Fortschritte, die in den vergangenen Jahrzehnten erzielt wurden. Besonders benachteiligt sind Mädchen in einigen Ländern Subsahara-Afrikas, des Mittleren Ostens und Südasiens. So kommen im Tschad auf 100 Jungen in der Grundschule nur 78 Mädchen, in Pakistan sind es 84. Mädchen müssen auch weiterhin öfter die Schule abbrechen: Sie werden in Krisen und Notlagen doppelt so oft aus der Schule genommen wie Jungen.
  • Analphabetismus: Weltweit können rund 750 Millionen Erwachsene nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben - zwei Drittel davon sind Frauen.
  • Armut: Aufgrund der Corona-Krise nimmt Armut weltweit wieder zu – und Mädchen und Frauen sind davon besonders betroffen. Die weltweite Zahl der Mädchen und Frauen, die in extremer Armut leben, droht 2022 auf 388–446 Millionen zu steigen. Zum Vergleich: Bei Jungen und Männern liegt die Prognose bei 372–427 Millionen (UN Women, UNDP, Pardee Center for International Futures).
  • Zugang zum Arbeitsmarkt: Lediglich 63 Prozent der Frauen im Alter von 25 bis 54 Jahren sind weltweit erwerbstätig, bei Männer dieser Altersgruppe liegt der Anteil dagegen bei 94 Prozent. Im Schnitt verdienen Frauen deutlich weniger als Männer (77 Prozent des Gehalts) und arbeiten eher in informellen, unsicheren und schlecht bezahlten Beschäftigungsverhältnissen. Die globale Wirtschaft könnte um 20 Billionen US-Dollar wachsen, wenn Frauen die gleichen Ausbildungs- und Berufschancen hätten wie Männer.

  • Kinderehen:  Jedes Jahr werden etwa zwölf Millionen Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Bis 2030 sind 110 Millionen Mädchen von Kinderheirat bedroht. Das sind zehn Millionen mehr als vor der Corona-Krise: Aufgrund wachsender Armut werden mehr Mädchen zwangsverheiratet.  
  • Häusliche und sexualisierte Gewalt: Jede dritte Jugendliche und Frau, weltweit 736 Millionen (ab 15 Jahren), hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierter Gewalt erfahren. Wenn Frauen von Männern finanziell abhängig sind, sind sie besonders durch häusliche Gewalt gefährdet.
  • Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung: Zwei Drittel der Opfer von Menschenhandel sind Mädchen und Frauen. Mädchen werden meist zur Prostitution gezwungen (2018: 72 Prozent der entdeckten Mädchen).

 

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Schutz, eine Ausbildung, die Geborgenheit einer Familie: Geben Sie einem Mädchen in Not eine Perspektive. Bitte werden Sie SOS-Pate.

 

 

Bildung statt Bevormundung!

Diese Mädchen besuchen die SOS-Hermann-Gmeiner Schule in Khartoum, Sudan.

Die SOS-Kinderdörfer machen sich weltweit für bessere Bildungschancen von Mädchen und Frauen stark. Mit Schulen und Ausbildungsprogrammen ebnen wir ihnen den Weg in ein selbst bestimmtes Leben.

Ob häusliche Gewalt oder Ausbeutung im Arbeitsleben - die Unterdrückung der Frau beruht ganz wesentlich darauf, dass Mädchen das Recht auf Bildung vorenthalten wurde und wird. Denn Frauen mit Schul- und Berufsausbildung können sich besser gegen patriarchalische Bevormundung und Diskriminierung wehren - und sie tun dies auch. Die Bildungschancen von Mädchen und Frauen zu verbessern, heißt auch die weltweite Armut und insbesondere die Kinderarmut zu bekämpfen. Denn Frauen mit Bildung können mehr zum Familieneinkommen beitragen, sie haben gesündere Kinder und unterstützen ihre Töchter wie Söhne auf dem Weg in die Ausbildung und Selbstfindung.

 

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