PROJEKT

Corona-Krise in Afrika

Handeln, bevor es zu spät ist: Helfen Sie Kindern und Familien - spenden Sie jetzt!

Die Corona-Pandemie hat Afrika erreicht. In vielen Ländern schließen Grenzen und Schulen, immer mehr Kranke und Tote werden registriert. Doch das ist nur der Anfang. Die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen werden Armut und Hunger auf dem Kontinent verschärfen. Kinder und Familien trifft dies besonders hart.

In Afrika bahnt sich eine Katastrophe an: Die Corona-Pandemie wird Armut und Hunger verschärfen - Kinder und Familien werden darunter besonders leiden. Foto: Bjoern-Owe Holmberg

Warum bedroht die Corona-Pandemie Afrika besonders?

  • Unzureichender Zugang zu Wasser für die Bevölkerung:  So lassen sich selbst hygienische Minimalstandards, wie häufiges Händewaschen, nicht einhalten. Selbst Gesundheitseinrichtungen verfügen nur unzureichend über sauberes, fließendes Wasser.
  • Die Mehrheit der Afrikaner südlich der Sahara lebt von der Hand in den Mund - sie können nicht zuhause bleiben, sondern müssen unabhängig von der kritischen Situation arbeiten, um sich zu ernähren.
  • Unzureichende öffentliche Verkehrsmittel: In überfüllten Minibussen herrscht akutes Infektionsrisiko. 
  • Große, enge Townships in vielen Ländern machen das Durchbrechen von Infektionsketten nahezu unmöglich. Auf einem Kontinent, wo ein großer Teil der Bevölkerung dicht gedrängt in Slums und Ein-Raum-Häusern wohnt, ist Selbstisolation und sozialer Abstand nicht nur unrealistisch, sondern klingt für die Menschen fast schon verhöhnend.

Grafik: Intensivbetten - Vergleich Deutschland - Kenia
 

Auf dem afrikanischen Kontinent nimmt die Ausbreitung des Virus rasant Fahrt auf. Das Szenario, dass sich dort abzeichnet, ist ein Albtraum. Denn Afrika und seine schwachen Gesundheitsysteme sind für den Kampf gegen die Pandemie kaum gerüstet:

  • unzureichende Überwachungs- und Laborkapazitäten für Tests
  • fehlendes, ausgebildetes medizinisches Personal
  • unzureichende Intensiv- und Isolierstationen, Beatmungsgeräte
  • begrenzte finanzielle Mittel

Hinzu kommen Vorbelastungen durch HIV, Tuberkulose, Malaria usw. All dies begünstigt die schnelle Verbreitung des Virus und könnte zu den höchsten Fallzahlen weltweit führen und den Kontinent und die Weltgemeinschaft vor eine enorme Herausforderung in der Bekämpfung der Pandemie stellen.

 

Von den gesundheitlichen Herausforderungen abgesehen, sind es die indirekten Auswirkungen, die ein sehr düsteres Szenario für den afrikanischen Kontinent zeichnen. Der Virus wird die afrikanische Wirtschaft infizieren.

Kommt das öffentliche Leben zum Stillstand, kommt auch der Handel zum Erliegen. Es wird zu enormen Versorgungsengpässen kommen, da viele der afrikanischen Länder von Importen abhängen. Zuerst trifft es den informellen Sektor, Tagelöhner, Händler, Dienstleister. Dann weitet sich die Not aus.

Aber es gibt in Afrika keine Rettungsschirme und kein soziales Netz, das diese Einkommensverluste abbremsen könnte. Als Folge wird sich die Armut in sehr kurzer Zeit verschärfen. Preise werden in astronomische Höhen steigen und Hunger ist bald die Folge.

Es trifft die Ärmsten der Armen zuerst und mit aller Härte. Danach die Mittelschicht.  Die familiären Netze, als soziale Absicherungen, werden nicht mehr tragen. Zigtausende werden zusätzlich von humanitären Hilfen abhängig sein.

Geraten die Menschen in Panik aufgrund der Inflation, der steigenden Preise, den Versorgungsengpässen und der Ausbreitung des Virus, müssen wir wohl auch mit Aufständen und Fluchtwellen rechnen. An den indirekten Folgen der Covid-19-Pandemie drohen auf dem afrikanischen Kontinent noch sehr viel mehr Menschen zu sterben als an dem Corona-Virus selbst. 

 

Jetzt handeln!

Not, Hunger und Armut: Die Corona-Krise trifft Kinder und Familien in Afrika besonders hart. Jede Spende hilft.

 

Kampf gegen Corona: So helfen die SOS-Kinderdörfer in Afrika

Die SOS-Kinderdörfer in Afrika rüsten sich gegen die Corona-Pandemie. In vielen Ländern haben wir Erfahrung mit Krisen und Epidemien/Pandemien wie z.B. Ebola und HIV/Aids. Innerhalb kurzer Zeit haben unsere SOS-Mitarbeiter vor Ort Notfallpläne aufgestellt.  Es gilt umgehend zu handeln, um Kinder, Familien und Mitarbeiter zu schützen. Doch Sofortmaßnahmen zur Eindämmung des Virus reichen nicht aus. Denn die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie drohen den Kontinent im Kampf gegen Armut und Hunger um Jahre zurückzuwerfen. Wir werden Afrikas Kinder nicht im Stich lassen - so helfen die SOS-Kinderdörfer:

  • Aufklärung und Prävention: Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, sind Aufklärung und Prävention das Gebot der Stunde. SOS-Mitarbeiter informieren Kinder, Familien und Gemeinden, wie sie sich vor Infektionen schützen können, z.B. durch Händewaschen und sozialen Abstand. Familien werden zudem mit Hygieneartikeln und Reinigungsmitteln versorgt.
  • Medizinische Versorgung: Medizinische SOS-Zentren versorgen Kranke und unterstützen die lokale Gesundheitssysteme: Pfleger und Ärzte erhalten Schutzkits – essentiell um den Betrieb während der Corona-Pandemie aufrechterhalten zu können. Mitarbeiter werden geschult, um Corona-Infektionen mit Labortests nachweisen zu können. Wir richten Isolierstationen für Kranke ein. Mobile SOS-Gesundheitsteams stehen bereit, um Familien und Gemeinden in Quarantäne zu versorgen. Darüber hinaus erhalten Familien in Not finanzielle Unterstützung, um ihnen Zugang zur lokalen medizinischen Versorgung zu ermöglichen.
    Ein Arzt in Somalia untersucht ein Kind in einem Flüchtlingscamp. Die Menschen in den Lagern sind besonders von der Corona-Pandemie bedroht. Dieses Foto wurde vor der Corona-Krise aufgenommen, künftig werden unsere Mitarbeiter Schutzkleidung tragen.
  • Grundbedürfnisse sichern und Hilfe zur Selbsthilfe: Die Einkommen vieler Familien brechen weg, Nahrungsmittelpreise werden steigen, Kinder hungern.  Immer mehr Familien werden aufgrund der wirtschaftlichen Krise Unterstützung benötigen, um ihre Kinder zu versorgen. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Familien, die akut vom Zerbrechen bedroht sind, als erstes durch Lebensmittel. Im nächsten Schritt werden Eltern zur Selbsthilfe befähigt: durch Fortbildung oder Mikrokredite für den Aufbau eines Kleingewerbes. So stärken wir Familien, damit sie ihren Kindern aus eigener Kraft eine Perspektive geben können.
  • Betreuung elternloser Kinder: Wir bauen unsere Betreuungsangebote aus für Kinder, die durch das Virus ihre Eltern verlieren, z.B. durch die Unterstützung von Pflegefamilien.
    Nach dem Tod ihrer Eltern werden Waisen in Afrika oftmals von den Großeltern aufgenommen. Die Corona-Pandemie droht den Kindern nun auch die Großmutter oder den Großvater zu nehmen. Foto: Claire Ladavicius
  • Bildung: In immer mehr afrikanischen Ländern schließen die Schulen als Präventionsmaßnahme. SOS unterstützt daher Homeschooling, um auch jetzt Kindern den Zugang zu Bildung ermöglichen. Wann die Schulen wieder öffnen, ist ungewiss - doch aufgrund der wirtschaftlichen Krise werden unzählige Eltern es sich nicht mehr leisten können, ihren Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen. Die SOS-Familienhilfe bietet hier Unterstützung für Schulgeld und Lernmaterialien. Massive Arbeitslosigkeit macht zudem höhere Investitionen in Jugendausbildungs- und Beschäftigungsprogramme notwendig.
  • Kinderschutz: Armut und Krisen führen zu massiven Kinderrechtsverletzungen. Kinder müssen Kinderarbeit leisten, sie sind von Kinderhandel und sexueller Ausbeutung bedroht, Mädchen werden verheiratet. Besonders gefährdet sind elternlose Kinder. SOS-Sozialarbeiter engagieren sich in Gemeinden für den Kinderschutz.
  • Psychologische Betreuung: Familien verlieren ihre Existenzgrundlage, Angehörige sterben, Kranke werden stigmatisiert. Familien in Krisensituationen brauchen auch therapeutische Begleitung - und unsere afrikanischen SOS-Psychologen sind oftmals die einzigen vor Ort, die Kindern und Familien hier beistehen können.

 

Ihre Hilfe ist jetzt unentbehrlich!

Die SOS-Kinderdörfer lassen Afrikas Kinder nicht im Stich. Bitte helfen Sie mit. Jede Spende hilft.

 

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